Biografie

„Schon als Kind habe ich Musik geliebt, und ich liebte es, aus reiner Intuition heraus zu tanzen und zu improvisieren.
Ich habe eine reiche innere Fantasie. So sah ich mich als tanzende Heidi auf einem Berg: Freiheit, Freude und grenzenlose Stille. Mit einer grossen Liebe zum Leben, zur Natur.

Ich hatte dass Glück, dass ich Familie habe, die in Liechtenstein leben. Hier wurde zweifellos meine Liebe zu den Bergen und der deutschen Sprache geboren. Wie ich die Aussicht genießen konnte. Ich hatte mein eigenes Heidi-Kleid entworfen und tanzte zu Alpen-Volksmusik. Denn das erinnerte mich an dieses freie und vertraute Gefühl. Es war mein Traumberuf, Reiseleiterin zu werden. Reisen mit Menschen in fernen Ländern.


Im Alter von sieben Jahren wurde ich für längere Zeit in ein Kurheim für Kinder, in Egmond aan Zee, geschickt. Ich hatte sehr viel Heimweh. Kurze Zeit später starb mein Vater plötzlich an einem Herzinfarkt. Meine Mutter konnte den Draht danach nicht wieder aufnehmen. Sie wurde in jungen Jahren demenz krank und starb an dieser Krankheit. Die Erlebnisse hatte ich detailliert aufgezeichnet und versteckte sie sicher.

Frieden

Dies alles führte zu einem überreizten Nervensystem in einem ruhelosen Körper. Ich schämte mich zutiefst dafür und tat mein Bestes, es zu verbergen. Ich war sicherlich kein guter Schüler in der Schule. Alles habe ich herausgesucht, was mich beruhigen würde. Rückblickend wurde dieses Gefühl der Scham zu einer treibenden Kraft für mein persönliches Wachstum. Auf dem Friedhof habe ich mir oft Texte auf Grabsteinen angesehen. “Endlich ruhe, hier ruhen, etc”. Könnte der Mensch dann während seines Lebens keine Ruhe finden?

“Meine Suche begann mit 22 Jahren:
Wo finde ich Frieden, was ist Leben, was ist Tod? “

Die Herausforderung

In meiner Jugend habe ich Ballroom und Latein getanzt. Als ich in meinem Tanzkleid auf den Tanzboden schwebte, schien es, als wäre die Welt um mich herum verschwunden. Mein Traum um Reiseleiterin zu werden, machte einem Job als Human Resource Manager bei einer Bank, Platz. Später kombiniert mit einer Familie. Ich bin verheiratet und Mutter eines Sohnes und einer Tochter. Bezüglich meiner Kindheitserfahrungen habe ich viele Beratungstherapien mitgemacht. Ich hatte alles in meinem Kopf analysiert.
Die Erkenntnis dass ich neben dem Kopf auch einen Körper habe, erkannte ich, als ich körperliche Beschwerden bekam. Das war das Signal, dass ich lernen musste auf meinen Körper zu hören.

Während einer Führungswoche in Südfrankreich wurde mir deutlich, wie weit ich mich von mir, von “der Heidi in mir” entfernt hatte. Auf einem Berg schrie ich es aus mir, dass ich gut bin so wie ich bin und beschloss, von diesem Augenblick an, mein Leben zu leben. Ich nahm die Entscheidung, meinen Job bei der Bank zu kündigen.

“Hier habe ich Ereignisse erfahren, die ich mit meinem Verstand nicht mehr erfassen konnte. Es schien mir als ob alles so sein muss.
Als ob etwas in meinem Herzen mich rief. Das diese Woche ein Wendepunkt in meinem Leben sein würde.

Meine Neugier für das Herzbewusstsein führte mich zu einer neuen Realität: der unsichtbaren greifbaren Welt.
Es schien, als ob ein neues Heimweh aufkam … ein Wunsch, zu mir nach Hause zu kommen.

Entstehen von Zonne-Wende

So ist in 2006 der Moment der Wende gekommen. Der Name Zonne-Wende entstand auf dem Nordkap. Scheinbar gibt es in meinem Leben ab und zu ein Spiel zwischen Bergen, Himmel und Sonne, bei dem irgendwie eine Erfahrung entsteht, aus der zur richtigen Zeit etwas Neues hervorgeht.

suche nach Form

Neben dem Gesprächscoaching suchte ich nach einer Form des Körperbewusstseins. Ein Coach fragte mich: “Wie kannst du vollkommen Du selbst sein?” Ich antwortete: “Wenn ich tanze. Aber ja, jetzt bin ich über vierzig …” Doch diese Einsicht liess mich nicht los. Eine neue Entdeckungsreise begann. Ich suchte nach einer Tanzform, die mein Herz und meine Seele bewegen kann und die mich in einer Form “zusammenhält”. Ich brauche Struktur.

Wesenskern

Ich habe den Querido-Ausbildung für Tanztherapie begonnen. Meine Gefühle fingen wieder an zu strömen. Zum ersten Mal spürte ich die heilende Wirkung klassischer Musik. Vor allem wurde mir ein Basisvertrauen bewusst. Mir wurde hier bewusst, dass es einen “Kern des Seins” gibt, eine ursprüngliche Quelle in Dir. Mann kann es nennen wie man möchte: “Quelle, Gott, Liebe…”

Du brauchst Vertrauen um dich auf den Weg zu machen.

Nach Abschluss der Tanztherapieausbildung habe ich mir das Video “Engelwirken” von Friedel Kloke-Eibl vom Institut für Meditation des Tanzes – Sacred Dance in Deutschland angesehen. Es war mir sofort bewusst, das dies mein nächster Schritt sein wird.

2014 habe ich die Ausbildung zur Dozentin Meditation des Tanzes – Sacred Dance abgeschlossen. 2019 absolvierte ich ein Aufbaustudium mit Friedel Kloke-Eibl und ihre Tochter Saskia Kloke. Jetzt darf ich im Auftrag des Instituts Basiskurse und Ausbildung geben. Seit 2020 engagiere ich mich aktiv als 2. Vorsitzender des Fachverbandes Fachverband Meditation des Tanzes.

Heimat

Mit Meditation des Tanzes kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren. Ich erfahre es als einen Weg in die Stille, ein Verlangen um mich mit meinem tiefsten inneren Kern zu verbinden.

Verbunden mit anderen in einem Kreis entdecke ich, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. Wir brauchen einander. Wir sind alle Teil eines grossen Ganzen.

Verbundenheit. “Alles ist Eins”

Ich habe meine Abschlussarbeit über den Tanz ‘Alles ist Eins’ geschrieben. Ein Weg vom Chaos zur Einheit (Ganzheit). In dem Moment, als ich das Gefühl hatte, Ganzheit entdeckt zu haben, wurde ich von einem Herzinfarkt getroffen. Als wäre ich wieder im Chaos. Aber diese Erfahrung hat mich zu einer neuen Wahrheit geführt … wie rhythmisch und ordentlich das Leben ist.

Es sind die Erfahrungen, die mir Lebensvertrauen geben und die die positiven Kräfte der “Heidi in mir” befreien.

Das Leben feiern

Ich balanciere ständig zwischen enormen Extremen in mir. Eine überschwängliche Seite, die das Leben groß feiern will und immer Möglichkeiten sieht. Und eine Seite, die sich regelmäßig schweigend zurückziehen will.
Tanz ist ein Mittel, um diese beiden Seiten zu verbinden und sich auf das Wesentliche einzustellen.
Der Tanz verlangt Konzentration. Konzentration schenkt mir Ruhe. .

“Gehe den Weg
der sowohl nach innen führt
und zur gleichen Zeit
hinaus
ruhig und friedlich.
Hinaus kann auch
nach Innen sein
Das ist Eins.
Alles ist verbunden.
Nichts ist getrennt.
Ohne den anderen ist nichts möglich. “(Eliza My)

Das Wesen von Zonne-Wende

Die Heidi in mir ist immer auf der Suche nach Weisheit des Lebens. Eine tiefere Verbindung mit allem, was es gibt. Ich bin zunehmend in der Lage, in meinem Leben aktiv zu sein, in dem ich innerlich ruhig und gleichzeitig frei sein kann.
Und ich hoffe von ganzem herzen, dass ich meine Freude an dem, was ich erlebe, für eine lange Zeit mit anderen teilen kann.

Liebe Grüße,
Jeaneth